23.09.2025 - 4 Bundesförderprogramm Zukunftsfähige Innenstädte...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4
- Gremium:
- Bau- und Wirtschaftsausschuss
- Datum:
- Di., 23.09.2025
- Status:
- gemischt (Sitzungsgeld freigegeben)
- Uhrzeit:
- 17:30
- Anlass:
- Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- Amt für Bau, Wirtschaft und Liegenschaften
- Bearbeiter:
- Jenny Harms
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Widuckel gab einleitende Informationen zu dem TOP. Dabei betonte er, dass die Bürger die Umsetzung des Masterplanes spüren werden. Anschließend übergab er das Wort an Frau Harms und Herrn Werth, welche anhand einer Präsentation (siehe Anlage zum Protokoll) in Ergänzung der gemeinsamen Ausschusssitzung am 15.07.2025 und in Vorbereitung der geplanten Beschlussfassung der Stadtvertretung am 08.10.2025 nochmal auf die Schwerpunkte des Masterplanes eingingen.
Vorgestellt wurden die Zukunftsbilder und Entwicklungsziele für die Innenstädte bis 2040 sowie daraus ableitend nachfolgende einzelne Maßnahmen für Damgarten u. Ribnitz.
Ribnitz:
- Stärkung des Angebot-Mixes in der Innenstadt
- Flächenhafte Verkehrsberuhigung in der Innenstadt mit Tempo 20 Zone
- Umstrukturierung und Verkehrsberuhigung „Lange Straße“
- Verkehrsberuhigung Straße „Am See“
- Fußverkehrsachse Kloster – Marktplatz - Hafen
- Entwicklung des Bahnhofs Ribnitz zur Mobilitätsdrehscheine
- Aufwertung des zentralen Hafenbereichs um den Fähranleger als Ankunftsort
- Aufwertung des westlichen Hafenareals
- Stärkung der Verknüpfung Klosterareal - Klosterwiesen
Damgarten:
- Neugestaltung und Aufwertung der Freiräume
- Bau der Ortsumgehung Damgarten
- Verkehrsberuhigung Barther Straße
- Entwicklung des Kreuzungsbereiches Barther Straße / Stralsunder Straße als zentraler Ortskern
- Qualifizierung und Weiterentwicklung des Bildungsstandortes Damgarten
Frau Harms gab ergänzt eine Kostenübersicht in Bezug auf das Programm ZIZ zur Kenntnis. Danach wurden Mittel i. H. v. 987.000,- EUR verausgabt, davon 75 % Fördermittel.
Im Rahmen der anschließenden Diskussion fragte Herr Giese, ob die Fährverbindung Fischland – Ribnitz – Pütnitz mit Bestandteil des Konzeptes ist. Herr Werth verwies auf das Projekt „GreenMOVE“. Dabei handelt es sich um ein Förderprojekt des Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK), in dessen Rahmen emissionsfreie Wasserverkehre über den Bodden das Bernsteinresort auf Pütnitz, neue Wohnquartiere auf dem Gelände des ehemaligen Faserplattenwerkes und die benachbarten Ostseebäder umweltfreundlich verbinden, um den Individualverkehr zu reduzieren und die Region klimafreundlich weiterzuentwickeln.
Herr Giese fragte weiterhin an, ob es Zählungen von Fußgängern und Radfahrern gab. Herr Werth verneinte und wies darauf hin, dass dieses nicht notwendig war, denn die Bedingungen für den Geh- und Radverkehr sollten grundsätzlich verbessert werden.
Herr Östreich fragte an, ob mit Beschluss des Masterplanes durch die Stadtvertretung eine Freigabe und Umsetzung der benannten Maßnahmen erfolgt. Herr Körner informierte, dass es sich bei dem Masterplan nur um ein konzeptionelles Planwerk handelt und keine automatische Freigabe aller benannten Maßnahmen nach sich zieht. Die Maßnahmen werden unter Einbeziehung der entsprechenden Fachausschüsse weiter ausgearbeitet.
Herr Gohs wies darauf hin, dass alle Bürger die Chance hatten, sich bei den Beteiligungsformaten im Rahmen der Erarbeitung des Masterplanes einzubringen. Somit müssen nicht alle Maßnahmen wieder von Beginn an neu diskutiert werden und plädierte für eine Umsetzung.
Herr Steinke fragte, ob die geplanten Grünflächen am Hafen „in Stein gemeißelt“ sind. Herr Werth erläuterte darauf, dass der Masterplan nur ein Konzept sei. Änderungen sind über entspr. Beschlussfassungen immer möglich. Herr Konkol begrüßte, dass alle Verkehrsteilnehmer in der Planung betrachtet wurden. Betr. des Entfalls der Parkplätze auf dem Markt, verwies er auf den Ausweichparkplatz Gänsewiese.
Herr Nossenheim gab zu bedenken, dass die Leute die Innenstadt meiden könnten, wenn sie hier keine Parkplätze finden. Herr Ilchmann schloss sich dem an und argumentierte, dass eine zu starke Beruhigung der Innenstadt eine Verlagerung in die Einkaufscenter am Stadtrand nach sich ziehen könnte. Herr Widuckel entgegnete, dass der Masterplan die Meinung der Mehrheit der befragten Bürger widerspiegelt. Insofern sind die formulierten Zielstellungen richtig. Herr Konkol ergänzte, dass auch die Gewerbetreibenden mit „ins Boot“ genommen wurden. Herr Schiefler schloss sich dem an, indem er eine weitere Beruhigung der Innenstadt Ribnitz begrüßte.
Beschluss
Beschluss:
Beschluss RDG/BV/BA-25/156
Bundesförderprogramm "Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren" - Masterplan Innenstädte
Die Stadtvertretung beschließt den von der GOS mbH in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung, Fachgutachtern, Stadtakteur:innen aus Handel und Gastronomie sowie engagierten Bürger:innen erarbeiteten Masterplan Innenstädte.
Der Masterplan ist das finale Ergebnis aller Aktivitäten im Rahmen des Bundesförderprogramms "Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren" in Ribnitz-Damgarten. Er ist ein interdisziplinärer Planungsansatz, der die verschiedenen Handlungsfelder der Innenstadtentwicklung in Zukunftsbildern zusammenführt und Maßnahmen für die kommenden Jahre bis 2040 beschreibt.
Anlagen zur Vorlage
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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41,8 MB
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