17.06.2025 - 6 Vorstellung der neuen Galeristin des Kunstverei...

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Wortprotokoll

Herr Leipold begrüßt Frau Hildebrandt die neue Galeristin der Galerie im Kloster. Frau Hildebrandt informiert, dass sie seit April 2025 als Leiterin der Galerie im Kloster tätig ist. Sie hat das Studium zu Kunstgeschichte und Kunst in Greifswald abgeschlossen und hat anschließend verschiedene Ausstellungsprojekte in Berlin und Leipzig geleitet. Vor 10 Jahren ist Frau Hildebrandt nach Vorpommern zurückgekehrt und ist auch unternehmerisch tätig. Neben ihrer Tätigkeit hat sie 2017 das Artist in Residence Projekt NOVOPO im „Kunsthaus am Wald“ ins Leben gerufen. Dieses ermöglicht auch internationalen Künstlern u.a. aus Belgien und Japan in Vorpommern künstlerisch zu arbeiten. Vor dem Ukraine-Krieg initiierte sie einen Künstler/innen-Austausch, welcher ermöglichte zum Arbeitsaufenthalt für 4 Wochen nach Moskau zu reisen. In den ersten Wochen ihrer Tätigkeit in der Galerie hat Frau Hildebrandt sich einen Überblick über die Tagesabläufe geschaffen. Zudem die erste Ausstellungseröffnung Ende April durchgeführt und bereits Gespräche mit den Akteuren im Kunstbereich geführt. Ebenfalls sind Maßnahmen zur Umsatzsteigerung wie z.B. ein Galerieshop mit neuen Produkten begonnen. Bereits im April konnte der Umsatz um 300 € und im Mai um 700 € gesteigert werden. Im Jahr 2026 läuft das Feininger-Personenrecht aus, sodass dann auch Merchandisingprodukte von Feininger angeschafft werden können. Der Instagram-Account der Galerie soll wachsen und auch die Website wird ab Herbst 2025 neu und ansprechender gestaltet sein. Derzeit wird auch an der Konzeption der Ausstellungen 2026 gearbeitet. Ein weiteres angedachtes Projekt ist die Initiierung eines Kunstpreises. Im Herbst 2025 ist ein Hörspielabend mit Hörspielen aus DDR und BRD mit dem Thema Kunst geplant. In Kooperation mit der Bibliothek ist eine offene Lesebühne mit ungezwungener Atmosphäre zum präsentieren eigener Werke geplant. Das Kinderprojekt „Samstagsmaler“ wird weiterhin durchgeführt. Zum Jahresende ist ein Weihnachtsmarkt für Kunst als reine Verkaufsausstellung im Bereich der Galerie geplant.

Herr Leipold bedankt sich für die Ausführungen und lobt die vielen Neuheiten. Frau Petersen merkt an, die Galerie künftig auch wieder beim städtischen Weihnachtsmarkt einzubinden. Frau Hildebrandt informiert, dass es ihr Wunsch ist mit der Galerie ab 2025 wieder beim Weihnachtsmarkt eingebunden zu sein. Frau Kunz erläutert, dass der Weihnachtsmarkt 2024 neugestaltet wurde und die Bühne auf dem Marktplatz aufgebaut war. Die Bespielung des Bereiches am Bernsteinmuseum/Kloster war nur mit städtischer Personalkraft möglich und dadurch nicht die gesamte Fläche eingebunden. Der Innenstadtverein wählt die Händler aus und kassiert die Standmiete, sodass es schwierig wäre, wenn die Galerie eigene Händler anwirbt. Frau Brusch ergänzt, dass die Standgebühren für viele Künstler und Kunsthandwerker häufig zu hoch sind. Auch Frau Hildebrandt wirft ein, dass die Kunsthändler eine Umsatzperspektive benötigen und dies bei Dopplung der Angebote schwer ist. Frau Kunz informiert, dass demnächst wieder die Vorbereitungstreffen für den Weihnachtsmarkt stattfinden und die Galerie dazu eingeladen wird. Herr Berg fragt, in welchem Bereich perspektivisch die größte Herausforderung ist. Frau Hildebrandt informiert, dass die Personalsituation vor Ort eine große Herausforderung ist. Bis September 2025 ist zur Unterstützung ein Bundesfreiwilligendienstler da, danach wird dieser Posten hoffentlich wiederbesetzt. Die Galerie muss immer durch 2 Personen besetzt sein, dies funktioniert außerhalb der Urlaubszeit problemlos. Hat ein Mitarbeiter Urlaub wird es schwieriger, da das Einlasspersonal nicht allein in der Galerie sein darf. Auch die Finanzen stellen eine Herausforderung dar z.B. die steigenden Personalkosten und die Honorarzahlungen für Musiker zu Ausstellungseröffnungen. Herr Berg kommt auf die Idee des Kunstpreises zurück und fragt ob es dazu einen Preis geben wird. Frau Hildebrandt berichtet, dass es als Preis die Möglichkeit geben wird eine eigene Ausstellung zu erhalten. Zusätzlich ist ein Geldpreis wünschenswert, dazu werden Sponsoren gesucht. Herr Berg fragt, ob der Museumsshop auch online verfügbar sein wird und welche die umsatzstarken Produkte sind. Frau Hildebrandt informiert, dass der Wunsch eines Onlineshops besteht und geprüft wird. Zu den umsatzstarken Produkten zählen Feininger-Bücher, Keramik und Postkarten. Herr Bladt regt an, dass das Wirken des Kunstvereins und der Galerie wichtig in der Stadt sind. Zudem regt er an, perspektivisch das Kunstfest wieder aufleben zu lassen. Auch Frau Petersen lobt die vergangenen Kunstfeste und regt die Wiederbelebung an. Eine Anregung ist die Kooperation mit der Musikschule bei Ausstellungseröffnungen. Herr Kampa informiert, dass dies bereits erfolgt ist. Das Problem ist jedoch, dass es in der Galerie wie in vielen anderen Einrichtungen kein Klavier als zentrales Instrument gibt und die Qualität der Musik dennoch stimmen muss. Herr Leipold merkt an, dass die Thematik Leihgebühren der Artothek erneut aufgenommen wird. Frau Zühlsdorff möchte erfahren ob die Leihgebühren unabhängig vom Kunstwerk sind. Frau Brusch informiert, dass z.B. Schulen keine Leihgebühren zahlen müssen, jedoch Privatpersonen, Arztpraxen, Banken etc. Die Gebühren sind unabhängig vom Wert des Kunstwerkes zu zahlen. Zudem merkt Frau Brusch an, dass die Artothek in Ribnitz-Damgarten die einzige in ganz MV ist.

Abschließend äußert Herr Leipold den Wunsch, eine der zukünftigen Sitzungen in der Galerie durchzuführen.