17.06.2025 - 5 Einblicke in die Arbeit der Musikschule des Lan...

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Wortprotokoll

Herr Leipold begrüßt Herrn Kampa den Leiter der Außenstelle der Musikschule des Landkreises. Herr Kampa berichtet, dass er seit 2024 als Leiter der Außenstelle fungiert. Bis 2011 war er der Leiter der Musikschule Rügen. Nach der Kreisgebietsreform entstand die Musikschule Vorpommern-Rügen aus den Musikschulen der Landkreise Nordvorpommern und Rügen. Die Hauptstelle hat ihren Sitz in Grimmen und zusätzlich Regionalstellen in Bergen auf Rügen und Ribnitz-Damgarten. Die Musikschule Ribnitz-Damgarten unterrichtet ca. 300 Schüler (Erwachsene und Kinder) und hat 12 Lehrkräfte in Teilzeit (in Summe etwa 6 Vollzeitkräfte). Das Angebot der Musikschule Ribnitz-Damgarten ist gut aufgestellt. Stark aufgestellt sind die Streicher, aber auch Klavier und Akkordeon. Beim Blasorchester ist Grimmen stärker aufgestellt. In Form von Projekten arbeiten alle Musikschulstandorte auch zusammen. Der Landkreis hat nach dem Herrenberg-Urteil alle Lehrkräfte für 2 Jahre übernommen. Die Musikschule führt regelmäßig Konzerte in der Öffentlichkeit durch. In diesem Jahr gab es u.a. ein Frühlingskonzert in Barth. Am 10.07.2025 führt die Musikschule am Standort Ribnitz-Damgarten ein Sommerfest durch. Das Programm umfasst ca. 3 Stunden, wobei 2 Stunden reine Musikspielzeit (u.a. Saxophon, Flöte, Klavier, Streicher, Solisten) beinhalten. Zur Weiterentwicklung der Musikschule Ribnitz-Damgarten sind Kooperationen mit Einrichtungen im Stadtgebiet vorgesehen. Bereits feststehend ist ein Konzert im Freilichtmuseum im Herbst 2025, sowie ein Familienkonzert im Stadtkulturhaus im Winter. Mit der Galerie im Kloster wurde das Projekt „FarbKlang – Klangfarben“ auf die Beine gestellt. Dazu wird es als Abschluss im November eine Preisverleihung geben. Zukünftig soll auch eine Zusammenarbeit mit den Schulen der Stadt erfolgen, um die Schüler vor Ort zu erreichen und abzuholen.

Frau Zühlsdorff möchte erfahren, wie viele Akkordeonspieler im Erwachsenenensemble spielen und ob daraus jemand Tänzer begleiten kann. Herr Kampa informiert, dass es derzeit 7 Akkordeonspieler sind und das Niveau der einzelnen Schüler nicht zur Tanzbegleitung geeignet ist. Frau Zühlsdorff fragt, welches Instrument die größte Gruppe bildet. Das sind die Streichinstrumente und das Klavier, berichtet Herr Kampa. Frau Zühlsdorff interessiert sich für die Kosten des Klavierunterrichtes für Jugendliche. Herr Kampa erläutert, dass der Einzelunterricht (45 Minuten) 66 €/Monat und der Gruppenunterricht 48 €/Monat kostet. Im Unterricht werden die Stücke erarbeitet und Zuhause müssen die Schüler selbstständig üben. Frau Zühlsdorff berichtet, dass das Folkloreensemble kämpft auf Landesebene darum, dass jedes Kind in der Schule ein Instrument lernt. Herr Kampa informiert, dass Musikunterricht an den Schulen schwer umzusetzen ist. Die Musikräume sind schlecht ausgestattet, vor allem fehlen die tauglichen Instrumente und die Attraktivität des Musikunterrichtes fehlt. Zusätzlich dazu haben wenige Lehrer die nötige Qualifikation. Herr Bladt berichtet, dass es in der Vergangenheit bereist Konzepte zur Zusammenarbeit mit den Schulen gab z.B. mit der Löwenzahnschule. Herr Kampa erläutert, dass die Zusammenarbeit mit der Löwenzahnschule gerne wieder reaktiviert werden soll. Herr Bladt fragt, ob ein Schulcampus der Kreismusikschule denkbar wäre. Herr Kampa informiert, dass es auf Landesebene im Jahr 2024 ein Musikschultreff gab. Auf dieser Tagung wurde die Zukunft der Musikschule bis 2040 besprochen. Der Campusgedanke ist vorhanden, jedoch flächendeckend sehr teuer. Weitere Hürden sind die passenden Räumlichkeiten und das qualifizierte Personal. Die Breitenausbildung der Musikschullehrer fehlt. Bei Hochschulausbildung fehlt es an der Praxisnähe. Frau Petersen möchte wissen, ob das Chorprojekt in der Harbigschule weitergeführt wird. Durch den Weggang eines Kollegen muss dieses Projekt neu gestartet werden, Programme dazu sind theoretisch vorhanden, berichtet Herr Kampa. Herr Leipold fragt welche Kosten der Landkreis trägt. Herr Kampa informiert, dass er dazu keine konkreten Zahlen nennen, sich jedoch 3.000 bis 4.000 € zusätzlich für alle Standorte vorstellen kann.

Herr Leipold bedankt sich bei Herrn Kampa für die Ausführungen.