10.12.2025 - 6 Fortschreibung ISEK-Monitoring 31.12.2024

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Wortprotokoll

 

Frau Genschow von der Firma WIMES hält einen Bericht über die Fortschreibung des ISEK-Monitorings und den Stand der ISEK-Zielerreichung zum 31. Dezember 2024. Die unterstützende Präsentation wird dem Protokoll als Anlage beigefügt.

 

Sie informiert, dass der Bevölkerungszuwachs in den letzten Jahren in Ribnitz-Damgarten wie auch im gesamten Landkreis und der Hansestadt Rostock auf Zuwanderungen von Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit zurückzuführen ist. Sie werden hier ansässig bleiben, was auf Bereiche wie Schulen und Kita, Wohnungsmarkt und Arbeitsmarkt Auswirkungen hat. Großes Unverständnis zeigt sie für die starke Abweichung der Bevölkerungszahlen des Statistischen Amtes gegenüber Erhebungen der Stadt. Im Ergebnis des Zensus ist die Zahl um weitere 500 Einwohner heruntergesetzt worden. Diese Zahlen, die insbesondere Einfluss auf finanzielle Zuweisungen haben, sind objektiv nicht richtig und nicht hinzunehmen.

 

Im Hinblick auf die Altersstruktur sind mehr Schüler und mehr Rentner zu verzeichnen. Die Beschäftigungsquote der Personen im erwerbsfähigen Alter beträgt 64,2 %.

 

Frau Genschow geht des Weiteren auf den Wohnungsmarkt und die Kaufkraftentwicklung ein.

 

Abschließend informiert sie über den Stand der ISEK-Zielerreichung.

 

Herr Stadtpräsident Gohs dankt Frau Genschow für die interessanten Ausführungen.

 

Auf Anfrage von Herrn Stadtvertreter Ilchmann erklärt Frau Genschow, dass das Projekt Bernstein-Resort bei der Ermittlung des Wohnungsbedarfs Berücksichtigung gefunden hat.

 

Herr Stadtvertreter Leipold erfragt, wie Frau Genschow die Entwicklung der Stadt Ribnitz-Damgarten im Vergleich zu anderen Städten bewertet. Frau Genschow führt aus, dass die Stadt eindeutig im oberen Feld einzuordnen ist. Besonders positiv hat sich ausgewirkt, dass frühzeitig Städtebaufördermittel eingesetzt wurden und abgerechnet werden konnten. Sie lobt Verwaltung und Politik für diese Leistung, die in den ersten Jahren nach der Wende eine Herausforderung darstellte.

 

Auf Anfrage von Frau Stadtvertreterin Wippermann erklärt Frau Genschow, dass die Zuzüge ausländischer Staatsangehöriger keine Auswirkungen auf die Geburtenziffer haben. Ursache für das Absinken ist die bestehende Unsicherheit bezüglich der Zukunft. Sie bietet an, die Präsentation um diese Bewertung zu ergänzen.

 

Herr Stadtpräsident Gohs weist auf die Bedeutung konsequenten Handelns in den Bereichen Wohnungsbau, Kitas und Schulen für eine stabile Geburtenziffer hin.

 

Auf Anfrage von Frau Stadtvertreterin Bonke bezüglich der Tatsache, dass die Zahl der aktuellen Schulanfänger die der Geburten vor 6 bis 7 Jahren deutlich übersteigt erklärt Frau Genschow, dass hier deutlich wird, dass Zuzüge große Auswirkungen haben. Sie bietet an, entsprechendes Zahlenmaterial herauszuziehen und in die Präsentation aufzunehmen.

 

Herr Stadtpräsident Gohs weist auf die Möglichkeit hin, weitere Daten bei Frau Genschow abzufragen. Die vielfältigen Statistiken sind eine gute Grundlage für die Arbeit der Ausschüsse und der Stadtvertretung.